Dienstag, 16. Juli 2013

Maulwürfe und Marderbiss

Gestern sind wir wieder zum Haus gefahren. Zum einen wieder um zu Lüften und zum anderen wollten wir unsere privaten Sachen sortieren. Was hitzebeständig ist, darf auf den Dachboden, alles andere wollten wir mit nach Hause nehmen, damit das Haus soweit leer ist und die Fußbodenarbeiten nächste Woche durchstarten können.
Aber plötzlich stand unsere Bautoilette mitten in der Einfahrt. Vor dem Haus war ein Bagger und rund ums Haus war ein Burggraben mit Wall gezogen.
Bagger vor der Haustür
Burggraben Teil 1
Burggraben Teil 2
Letzte Woche hatten wir dem Tiefbauer eine Mail geschickt, in der wir ihm mitgeteilt haben, wie wir die Anschlüsse haben möchten und dass es von unserer Seite aus losgehen könnte. Wir baten auch darum, dass uns der Eingang der Mail kurz bestätigt werden sollte.
Eine Bestätigung hatten wir nicht erhalten, stattdessen wurde einfach mit den Arbeiten begonnen.
Nun gut.
Was uns aber nicht gefiel, war, dass die Leute einfach die Stapel mit den Paletten kreuz und quer auf das Nachbargrundstück geworfen haben. Außerdem waren sie mit der Baggerschaufel etwas unvorsichtig und haben an einigen Stellen den Frostschirm leicht lädiert.
Lieblos hingeworfene Paletten...

...und das auch noch auf fremden Grundstück

Wir haben dann nur die Sachen auf den Spitzboden gebracht und die anderen Sachen vorläufig im Haus gelassen, da es durch die Gräben etwas schwierig war, das Haus zu betreten.

Heute Vormittag hat dann jemand angerufen, der den Schlüssel fürs Haus braucht, da er das Standrohr für Wasser benötigt. Aha, aber gestern waren Sie doch auch schon im Haus?! Antwort: Hose gewechselt, Schlüssel vergessen...
Aber "jetzt sofort" vorbeikommen war dann halt doch nicht möglich, so dass der Arbeiter nicht warten wollte und Wasser beim Nachbarn geholt hat (Danke, Herr Nachbar!).
Außerdem hatten wir heute in der Post bereits die Rechnung vom Tiefbauer. Interessanter Weise lag der Rechnung auch gleich die Bestätigung bei, dass der Schmutzwasseranschluss nach DIN blabla getestet wurde und dicht ist. Das kann aber gar nicht sein, da gestern der Anschluss noch gar nicht fertig war.
Wir sind dann wieder neugierig zum Haus gefahren und mussten so einige schlimme Dinge entdecken.
In der Einfahrt war noch ein großer Erdhaufen, wobei man beim Näherkommen auch sehen konnte, dass dieser noch zum Verfüllen eines Lochs vor dem Haus gedacht ist.
Loch vor dem Haus mit Haufen dahinter
Und dann haben wir gesehen, warum noch dieses Loch da ist: Unser Telefonkabel ist komplett durchtrennt und das Stromkabel ist an einer Stelle in der Isolierung soweit kaputt, dass man das blanke Metall sehen kann.
durchtrenntes Telefonkabel
beschädigtes Stromkabel
Das Telefonkabel wurde dabei auch ein gutes Stück aus dem HWR raus gezogen, so dass dort nur noch ein Fitzelchen zu sehen ist.
Am Ende des kleinen grauen Rohrs in der Mitte hat mal mehr Kabel rausgeschaut
Außerdem waren die Herren wohl auch nicht in der Lage, den Plan richtig zu lesen. Zumindest haben wir nicht den Anschluss für die Carportentwässerung an der Stelle gefunden, an der sie eigentlich sein sollte. Überhaupt verstehen wir nicht, warum wohl bei jedem Rohrabgang vom Haus ein senkrechtes Rohr nach oben geführt ist.
Rohr mit gelber Kappe auf der Gartenseite (und dahinter schwer zu erkennen, das senkrechte Rohr für Schmutzwasser aus der Küche)

Was soll wohl die gelbe Kappe rechts im Bild mitten im Carport?
Und hier vorn am Haus gibt es auch noch mal eine gelbe Kappe

Außerdem haben die Jungs viel von der Erde in den Versickerungsgraben der Gemeinde geschüttet, so dass man diesen kaum noch als Graben wahrnimmt und dann sind sie wohl auch noch mit dem Bagger über das Stromkabel im Garten gefahren und haben damit den Stromkasten mindestens um 90° gedreht. Auch ist der Bagger auf dem Nachbargrundstück öfter über das Kabel gefahren, was aber zum Glück wohl keinen großen Schaden genommen hat.
Das war mal ein Versickerungsgraben

Über so ein Kabel kann man ja mal fahren
Und auch dieses Kabel wurde nicht verschont
Ziemlich deutlich, dass hier der Bagger war

Und die Einfahrt sieht aus wie nach einem Bombeneinschlag. Das war schließlich vorher mal hübsch planiert und nun gleicht das eher einem militärischem Übungsgelände (ok, ist vielleicht etwas übertrieben, aber schön ist definitv anders).
Buckelpiste 1
Buckelpiste 2
Wir sind sehr enttäuscht, dass der Tiefbauer eine derartige Arbeit abliefert. Wir hatten uns aufgrund einer Absprache mit Herrn Thöle, darauf eingelassen, dass wir "seinen" Tiefbauer beauftragen, die Anschlüsse für Schmutz- und Regenwasser herzustellen. Und wir hatten auch bei den Erdarbeiten für das Haus eigentlich einen recht ordentlichen Eindruck von den Arbeiten.
Aber diese Leistung geht ja mal gar nicht!

Im Haus selber haben wir dann auch noch entdeckt, dass sich vom Abwasserfallrohr aus dem Bad oben in den HWR die Isolierung bzw. die Klebung löst.
Natürlich schauen wir auch jeden Tag, wie das Haus trocknet. Im Obergeschoss sind die Wände schon fast komplett trocken.
Wand im Schlafzimmer
Und zu guter Letzt wollen wir uns aber noch an unserer "bunten" Wiese erfreuen.
Schöne Blümchen, oder doch Unkraut?

Die Marienkäfer finden es toll


Freitag, 12. Juli 2013

Alles geht einen Schritt langsamer

Nun haben die Betriebsferien wohl wirklich angefangen. Am Dienstag oder Mittwoch müssen die Sanis zwar noch mal da gewesen sein, denn nun liegt auch im HWR und in der Diele Styropor aus. Das bedeutet aber auch, dass die Bautreppe nun direkt auf dem Styropor steht, was eine doch eher wacklige und vor allem schräge Angelegenheit ist, da ja die Höhe des Bodenaufbaus noch nicht mal die Hälfte erreicht hat.
Fußbodendämmung in der Diele
Noch mal Dämmung in der Diele (Klotz unter der Treppe wurde herausgezogen)
Dämmung im HWR (Kann uns jemand sagen, wie die Leitungen noch abgedeckt werden?)
Der Elektriker hatte sich ja geweigert, unsere SAT-Kabel mit nach draußen zu verlegen. Dummerweise hat er sich wohl auch geweigert, die im HWR vom Leerrohr zum Schaltschrank zu legen. Und auch die Sanis haben ganz penetrant ihre Styroporplatten drunter und nicht drauf gelegt.
Also hat Sven dann  mal ein bisschen geschnitzt und gedrückt und die Kabel nun selbst rüber gelegt (hätten wahrscheinlich auch in einem Leerrohr auf dem Boden befestigt werden müssen, aber wenn der Eli das nicht macht?)
kleiner Kabelsalat
fein säuberlich verlegt (soweit möglich)

Mittwoch Abend haben wir auch noch die letzte Lücke auf dem Spitzboden mit Rauspund gefüllt. Davor war es da oben einfach zu warm.
Leider hatten wir auch einen kleinen Unfall. Sven ist mit dem Akkuschrauber abgerutscht und hat sich mit dessen Spitze die Fingerkuppe des linken Daumens aufgerissen. Das erinnert einen doch mal wieder daran, nach dem Tetanus-Impfschutz zu schauen...
Wann wir dann die erste Hälfte wieder aufnehmen und neu verlegen, wissen wir noch nicht. Sollte man zumindest nicht so im Sommer bei strahlendem Sonnenschein machen.
Zumindest sieht der Spitzboden vorläufig nun so aus. Optisch ja ganz nett. :-)
(Fast) fertiger Spitzboden





Am Donnerstag waren wir auch wieder da. Aber nur um zu Lüften und nach dem Rechten zu sehen. (Haus ist noch da!)
Und was macht man wohl so während des Lüftens? Der eine geht auf Fotosafari, während die andere im Garten nach Steinen buddelt.

Unser Garten sieht auch schon gar nicht so schlecht aus. Auf alle Fälle schön grün mit vielen weißen Blüten drin. Und dem Feldhasen schien es auch zu gefallen (der mich sehr erschreckt hat, als ich Steine ausgebuddelt hab und er plötzlich weg hoppelte).

Schöne Wildblumenwiese
 Und dann gab es noch dieses Foto, wo man gut erkennen kann, warum wir uns gegen einen Glasausschnitt in der Wohnzimmertür entschieden haben. So kann man nämlich von der Haustür (die ja auch Fenster hat) quer durch die Diele, durch das Esszimmer über die Terrasse bis in den Garten schauen. Das muss nicht sein.
Haus mit Durchblick

Samstag, 6. Juli 2013

Betriebsferien?

Am Freitag haben wir noch mal zwei Pakete Rauspund besorgt, die wir auch gleich auf den Spitzboden bringen wollten. Außerdem wollten wir noch mal lüften und die Styroporklötze von den Küchenwänden abrücken.
Aber als wir ins Haus kamen, haben wir sofort bemerkt, dass was nicht stimmt. Die Sanis waren da und haben den größten Teil der Fußbodendämmung verlegt. Es fehlt nur noch die Diele und der HWR. Alle anderen Räume sind bereits ausgelegt! Außerdem steht die Heizung bereits an ihrem zukünftigen Aufenhaltsort und Trommelwirbel: Wir haben bereits eine Badewanne!
Wieso wird in den Ferien einfach weiter gearbeitet, ohne dass uns das gesagt wird? Wir hätten den Jungs sonst gerne eine etwas aufgeräumtere Baustelle hinterlassen. So mussten sie all unsere "Hinterlassenschaften" wegräumen. Tut mir leid, aber wer außerhalb des Terminplans da ist, muss damit rechnen, dass er nicht alles so vorfindet, wie gewünscht.
Für uns jetzt ein bisschen ärgerlich, dass wir nun doch nicht mehr vor Stellen der Heizung den HWR streichen konnten. Entweder streichen wir gar nicht oder aber wir müssen eben um die Heizung drumherum turnen. Aber da gibt es wohl schlimmeres.
Und das Ganze mal in Bildern.
 
Blick in die Küche
Dämmung im Arbeitszimmer
Dusche im Gäste-WC (ist durch senkrechte Platten abgegrenzt, damit dort nicht der Estrich hinkommt)

Heizung steht bereits
Dämmung in Kind 1
Dämmung in Kind 2 (und langsam trocknender Putz)
Unsere Badewanne
Noch mal die Badewanne. Es ist nur die Standard 08/15 Standard-Stahlbadewanne

Ob die Kabel und Rohre so bleiben oder auch noch abgedeckt werden?
Nun mussten wir uns ja was neues überlegen, wie wir auf den Spitzboden kommen. Sogar unsere Kabeltrommel, die uns Strom auf den Boden lieferte, haben die Sanis feinsäuberlich aufgerollt...
Treppe reicht nicht bis zum Boden, aber die Stütze ist zu hoch
Zwei Bretter drunter und es passt. Ist sogar deutlich stabiler als vorher.

Im Wohnzimmer haben wir aber auch schon den ersten Riss im Putz entdeckt. Und zwar über der Terrassentür über die volle Breite.
Riss im Putz über der Terrassentür

Nachdem wir die beiden Rauspund-Pakete hochgebracht hatten, sind wir noch zu einer Ausstellungsfläche von Betonpflastersteinen in Stadthagen gefahren. Wir hatten uns auf der Internetseite bereits Pflaster ausgesucht, wie wir uns Terrasse und Zuwegung vorstellen könnten, aber sowas mal in echt zu sehen, ist immer noch was anderes.
Schöne Ausstellungsfläche mit kleinem Teich in der Mitte (immer geöffnet, kein nerviger Verkäufer)
So ähnlich könnte unsere Terrasse mal aussehen



Donnerstag, 4. Juli 2013

Immer noch Spitzbodenausbau

Nach den zwei anstrengenden Tagen am Wochenende haben wir am Montag unseren Muskelkater gepflegt und mal nichts am Haus gemacht (der Haushalt in der Wohnung muss ja auch mal auf Vordermann gebracht werden).
Am Dienstag haben wir dann noch vier Pakete Rauspund gekauft (aber nur den kurzen, da ich noch keine Transportlösung für die langen Bretter habe).
Damit konnten wir schon ein gutes Stück weiterarbeiten. Da wir aber am Abend nur 2 Stunden Zeit hatten und es da unter dem Dach auch einigermaßen warm war, ging es erst am Mittwoch weiter.
Baustand Dienstag Abend
Baustand Mittwoch Abend (es fehlt nur die kleine Ecke)

Wir haben dann festgestellt, dass wir uns irgendwie vermessen haben und nun doch nur noch kurze Bretter brauchen.
Außerdem haben wir unsere Taktik geändert. Jetzt beginnen und enden alle Rauspundbretter jeweils auf einem Kehlbalken. Bei der ersten Hälfte hatten wir im wilden Verband gelegt, weil wir uns Sägearbeiten sparen wollten und dachten, dass durch die Nut- und Federverbindungen genügend Stabilität reinkommt. Da haben wir uns aber getäuscht. Es läuft sich dort sehr schwammig und es knirscht und knarrt unter einem, dass man immer denkt, dass man gleich durchbricht.
Wir haben viel hin und her überlegt, aber bevor wir uns jahrelang ärgern, werden wir (wenn wir die zweite Hälfte fertig haben), die erste Hälfte wieder rausreißen und neu verlegen. Dann aber auch so, dass alle Bretter auf Kehlbalken beginnen und enden.
Da müssen wir sicherlich auch noch mal nachkaufen, zumal wir die äußerste Brettreihe zerschneiden müssen, damit wir diese überhaupt ausbauen können. Das ist dann wohl Lehrgeld, was wir da bezahlen.

In der Zwischenzeit trocknet der Innenputz vor sich hin, was man an einigen Stellen schon gut sehen kann.
Innenputz im Schlafzimmer (dunkel ist noch feucht)
Innenputz in Kind 1
Innenputz in Kind 2
Leider (?) sind trotz Betriebsferien einige Leute fleißig. Mittwoch stand unsere Küche plötzlich voll mit Styroporplatten, die mal die Fußbodendämmung werden sollen. Ärgerlich finde ich, dass diese Stapel direkt an der Wand sind und somit die Wände nicht vernünftig trocknen können. Und das ausgerechnet in der Küche, wo als erstes Möbel an die Wand müssen. Ich denke, die Stapel werden wir da noch mal wegziehen bzw. umstapeln,
Boah! Wer latscht denn da schon wieder ins Bild?